Was tun, wenn man sich selbst verloren hat? (Ikigai, innere Mitte und Ruhe)

· Ursula Strobl

Ruhiges Portrait von Ursula Strobl, Maltherapie und Lebensberatung in Pressbaum

Vielleicht kennst du dieses leise Gefühl: Du machst alles richtig, du funktionierst, du erledigst. Und doch bleibt ein Teil von dir weit weg.

„Ich habe mich selbst verloren“ heißt dann selten, dass du „falsch“ bist. Es heißt meist, dass du zu lange gegen dich selbst gelebt hast.

Was du jetzt brauchst, ist keine perfekte Erkenntnis. Du brauchst einen sicheren Rückweg in deine innere Mitte.

Sonne auf der Hand als Bild für Ankommen

Was es bedeutet, sich verloren zu haben Viele Menschen spüren zuerst den Kopf. Du denkst zu viel. Du planst zu viel. Du versuchst, dich zu ordnen.

Und dann kommt der zweite Teil: Der Körper wird leiser. Du merkst kaum noch, was du wirklich brauchst. Du setzt dich schneller unter Druck. Du tust Dinge, die sich nach „gut“ anfühlen, aber nach innen nicht tragen.

Innere Mitte bedeutet nicht, dass alles perfekt ist. Es bedeutet: Du hörst wieder, was in dir passiert.

Ikigai als innerer Kompass Ikigai wird oft wie ein großes Lebensziel erzählt. In der Praxis kann es auch ganz klein sein.

Ikigai ist der Teil von dir, der weiß, wofür du innerlich aufstehen würdest. Auch wenn es noch nicht „perfekt“ ist.

Starte heute nur mit vier Fragen • Wobei fühlst du dich klar und echt? • Was könntest du geben, ohne dich zu verlieren? • Was willst du lernen, weil es dich lebendig macht? • Wofür würdest du dich einsetzen, auch wenn es nicht sofort „gelingt“?

Wenn du diese Fragen ehrlich beantwortest, wird dein Handeln stimmiger. Stimmigkeit macht leiser im Kopf.

Innere Orientierung als Spirale des Weges

Rückkehr in 5 Minuten: Ruhe, die du wirklich schaffst Ruhe ist keine Abwesenheit von Gefühlen. Ruhe ist die Fähigkeit, dich wieder zu spüren.

Mach für die nächsten 5 Minuten Folgendes: • 3 Atemzüge, die länger ausströmen als du einatmest • eine Hand an Brust oder Bauch • ein Satz, der ehrlich ist: „Ich komme jetzt zurück.“

Das ist klein. Aber es unterbricht den Sturm im Kopf.

Wenn der innere Druck kommt: Würde zuerst Vielleicht kommt jetzt der kritische Teil in dir hoch. Du denkst: „Jetzt reiß dich zusammen.“

Der innere Druck ist nicht dein Feind. Oft ist er ein Versuch, Sicherheit zu bekommen.

Gib ihm einen neuen Boden: • „Ich darf langsam sein.“ • „Ich darf gerade unsicher sein.“ • „Ich schaffe den nächsten kleinen Schritt.“

Transformation heißt dann nicht, dich wegzumachen. Transformation heißt: Du integrierst dich wieder.

Kreativität als Brücke zur inneren Stimme Manchmal kommt deine Mitte nicht über Gedanken. Manchmal kommt sie über Gestalt.

In der Maltherapie geht es nicht darum, „schön“ zu sein. Es geht darum, in einem sicheren Rahmen Wahrnehmung zu üben. Und das, was unter der Oberfläche lebt, wieder in Kontakt zu bringen.

Weitere Impulse • SelbsttestSelbstwertgefühl stärkenInnere Themen bei Scham und Vergleich

Bücher, die dich zurückführen • Ikigai und Lebensfreude: Ikigai: Die japanische Methode, um glücklich zu sein (Héctor García) • Präsenz statt Kopf-Sturm: The Power of Now (Eckhart Tolle) • Kreativität als Weg zur Selbstnähe: Der Weg des Künstlers (Julia Cameron) • Sinn, wenn das Leben unübersichtlich wird: Man's Search for Meaning (Viktor E. Frankl)

FAQ Frage: Brauche ich erst Ruhe, um mich wiederzufinden? Antwort: Nein. Du kannst beides zusammen schaffen. Ein Mini-Reset öffnet Verbindung.

Frage: Wie merkt man, dass man wieder bei sich ist? Antwort: Du wirst weniger getrieben und mehr stimmig. Du spürst klarer, was du brauchst.

Frage: Was, wenn ich wieder abrutsche? Antwort: Dann übst du Rückkehr. Rückkehr ist Training, keine Niederlage.

Wenn du Unterstützung willst, ist ein Klarheitsgespräch (ca. 15 Minuten) ein sanfter Anfang.

Transformation und Integration

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15 Minuten · Persönlich · Ohne Verpflichtung