Selbstwertstärkung: Was das wirklich bedeutet (und was nicht)
· Ursula Strobl

Viele Menschen hören „Selbstwertstärkung" und denken an Motivationssprüche oder daran, sich durchzubeißen. Aus meiner Arbeit in der Kremplerei kenne ich einen anderen Zugang: Selbstwertstärkung ist eine Beziehung zu dir selbst, die ehrlich bleiben darf.
Was Selbstwertstärkung nicht ist
Sie ist kein Wettkampf um Bestleistung. Kein Beweis, dass du „stark genug" bist. Und kein Ersatz für Grenzen, Ruhe oder echte Unterstützung.

Was Selbstwertstärkung sein kann
Sie kann bedeuten, dass du deine Bedürfnisse ernst nimmst. Dass du Fehler nicht als Beweis für „Wertlosigkeit" liest, sondern als menschlich. Dass du dir erlaubst, Nein zu sagen, ohne dich dafür zu hassen.
Nicht ist vs. kann sein
| Nicht ist | Kann sein |
|---|---|
| Dauerleistung als Beweis | Pausen und Grenzen als Teil von Würde |
| Positiv-Spin um alles wegzureden | Ehrlichkeit zu Gefühlen und kleine nächste Schritte |
| Immer „stark“ wirken müssen | Verletzlichkeit aushalten und trotzdem bei dir bleiben |

Warum das oft schwer fällt
Viele von uns haben früh gelernt, Liebe und Anerkennung an Leistung zu knüpfen. Dann wird der innere Kritiker laut, sobald etwas nicht perfekt läuft. Genau dort hilft es, nicht nur zu reden, sondern auch über andere Kanäle zu spüren.
Wie Maltherapie dazu passt
In der Mal- und Gestaltungstherapie geht es nicht darum, schöne Bilder zu produzieren. Es geht darum, dass etwas in dir sichtbar werden darf, ohne sofort bewertet zu werden. Das kann Selbstwert berühren, weil du dich im Prozess wieder als Subjekt erlebst, nicht nur als Funktion.
Wenn du merkst, dass du dich gerade wieder klein redest: frag dich einmal, was du einer guten Freundin sagen würdest. Und ob du dir einen Bruchteil davon gönnen kannst.
Weitere Impulse findest du unter Blog-Thema Selbstwertstärkung, im Artikel Selbstwertgefühl aufbauen und bei den 7-Minuten-Routinen. Wenn du tiefer gehen willst, freue ich mich auf ein Erstgespräch und auf Maltherapie.
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