Zurück zu dir finden: Der erste Schritt zur inneren Balance
· Ursula Strobl

Irgendwann hast du angefangen, dich zu verlieren. Nicht von einem Tag auf den anderen. Nicht durch ein dramatisches Ereignis. Sondern langsam, schleichend, unmerklich.
Du hast Entscheidungen getroffen, die für andere richtig waren, aber nicht für dich. Du hast Rollen übernommen, die dir nicht entsprachen. Du hast deine eigenen Träume "für später" aufgeschoben, und irgendwann vergessen, dass sie da waren.
Und jetzt stehst du hier. Funktionierend. Aber nicht lebendig.
Das Gefühl, sich selbst verloren zu haben
Es klingt dramatisch, aber es ist leiser als du denkst. Es ist das vage Gefühl, neben dir selbst zu stehen. Die Frage, die morgens auftaucht: "Wer bin ich eigentlich?" Die Leere, die bleibt, wenn der Alltag erledigt ist.
Viele Frauen beschreiben es mir so: "Ich weiß, wer ich für andere bin. Aber ich weiß nicht mehr, wer ich für mich bin."
Das ist kein Versagen. Das ist eine Einladung. Zur Rückkehr. Zu dir.
Warum wir uns verlieren
Anpassung als Überlebensstrategie
Wir lernen früh, uns anzupassen. An Erwartungen der Eltern, der Gesellschaft, des Partners, des Arbeitgebers. Anpassung ist keine Schwäche, sie war oft notwendig. Aber wenn Anpassung zum Dauerzustand wird, verlieren wir den Kontakt zu dem, was wir wirklich wollen und brauchen.
Die Leistungsfalle
Solange du funktionierst, fällt niemandem auf, dass du dich verloren hast. Vielleicht fällt es dir selbst nicht auf. Weil Leistung und Produktivität in unserer Gesellschaft höher bewertet werden als Selbstwahrnehmung und innere Balance.
Übergänge und Umbrüche
Bestimmte Lebensphasen bringen den Verlust verstärkt zutage: nach einer Geburt, nach einer Trennung, in der Lebensmitte, nach dem Auszug der Kinder. Plötzlich fällt eine Rolle weg, und darunter ist: Leere.
Der erste Schritt zurück zu dir
Der erste Schritt ist nicht der größte. Er ist der einfachste. Und gleichzeitig der mutigste: Innehalten.
Innehalten bedeutet:
- Aufhören, im Autopilot durchzufunktionieren
- Dir eine Frage stellen: "Wie geht es mir gerade? Wirklich?"
- Die Antwort aushalten, auch wenn sie unbequem ist
- Akzeptieren, dass du gerade nicht weißt, wohin die Reise geht
Du musst nicht sofort alles ändern. Du musst nur aufhören, so zu tun, als wäre alles in Ordnung, wenn es das nicht ist.
Drei Wegweiser für den Anfang
1. Spüre deinen Körper
Dein Körper lügt nicht. Wenn du müde bist, bist du müde. Wenn du Spannung spürst, ist da Spannung. Beginne, auf diese Signale zu hören, anstatt sie zu übergehen.
Einfache Übung: Lege mehrmals am Tag die Hand auf deinen Bauch. Atme. Und frag dich: Was spüre ich gerade?
2. Erlaube dir das Nicht-Wissen
Du musst nicht sofort wissen, was du willst. Du darfst im Nebel stehen. Du darfst verwirrt sein. Du darfst sagen: "Ich weiß es noch nicht." Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist der Beginn von Ehrlichkeit.
3. Suche dir einen sicheren Raum
Den Weg zurück zu dir gehst du leichter, wenn du nicht allein bist. Eine Therapeutin, eine Beraterin, eine vertrauensvolle Freundin. Jemand, der dir zuhört, ohne zu bewerten. Jemand, der dir Raum gibt.
Mein E-Book: "Zurück zu dir"
In meinem E-Book "Zurück zu dir - In 9 Schritten zu mehr Leichtigkeit" habe ich neun konkrete Schritte zusammengestellt, die dir helfen, wieder bei dir anzukommen. Keine großen Umbrüche, keine radikalen Veränderungen. Sondern kleine, machbare Schritte, die sich in deinen Alltag integrieren lassen.
Das E-Book ist kostenlos und du kannst es direkt auf meiner Website herunterladen.
Maltherapie als Weg zu dir selbst
In der Maltherapie geht es genau um diesen Weg: zurück zu dir. Farben, Formen und kreatives Gestalten öffnen Türen, die der Verstand verschlossen hält. Sie zeigen dir, was unter der Oberfläche liegt. Was gesehen werden will. Was wachsen möchte.
Wenn du bereit bist für den ersten Schritt, dann meld dich. Ein Klarheitsgespräch kann der Anfang sein. Oder du kommst direkt in die Maltherapie.
Du hast dich lange genug für andere verbogen. Es ist Zeit, zu dir zurückzukehren.
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