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Podcast Folge 11: Ausmisten für gestresste Mütter
· Ursula Strobl

Du stehst vor dem vollen Schrank und denkst: "Wo soll ich nur anfangen?" Du öffnest die Schublade und machst sie gleich wieder zu. Du weißt, dass du ausmisten solltest, aber allein der Gedanke erschöpft dich.
Wenn du Mutter bist, kommt noch dazu: Kinderkleider, die nicht mehr passen. Spielzeug, das keiner mehr will. Bastelmaterial aus drei Jahren Kindergarten. Und dazwischen deine eigenen Sachen, die du seit der Geburt deines Kindes nicht mehr angeschaut hast.
In dieser Podcast-Folge spreche ich über Ausmisten. Nicht als Lifestyle-Trend, sondern als konkretes Werkzeug für gestresste Mütter.
Warum Ausmisten mehr ist als Aufräümen
Jeder Gegenstand in deinem Zuhause steht in Beziehung zu dir. Er trägt eine Erinnerung, eine Emotion, eine unerledigte Entscheidung. Bei durchschnittlich 10.000 Dingen, die ein moderner Mensch besitzt, bist du innerlich daürbeschäftigt.
Ausmisten ist nicht Wegräümen. Ausmisten ist Entscheiden. Und jede Entscheidung, die du triffst, schafft Raum. Im Regal und im Kopf.
Die emotionale Seite des Ausmistens
Viele Frauen berichten, dass Ausmisten Gefühle auslöst. Trauer über die Babykleidung, die nicht mehr gebraucht wird. Schuldgefühle über Geschenke, die man nicht braucht. Angst vor dem Loslassen.
Diese Gefühle sind normal. Sie zeigen, dass Ausmisten kein rein logischer Vorgang ist. Es ist emotionale Arbeit. Und genau deshalb kann es so befreiend sein.
Praktische Tipps für gestresste Mütter
Fang klein an
Nicht die ganze Wohnung. Eine Schublade. Ein Regal. Ein Karton. Fünfzehn Minuten. Mehr brauchst du am Anfang nicht.
Drei Kisten
Stelle drei Kisten bereit: Behalten. Weggeben. Unsicher. Die "Unsicher"-Kiste darf existieren. Nicht jede Entscheidung muss sofort fallen.
Die Fünf-Minuten-Regel
Alles, was weniger als fünf Minuten dauert, sofort erledigen. Nicht aufschieben. Nicht sammeln. Tun.
Kinder einbeziehen
Kinder ab drei können beim Ausmisten helfen. "Welche Spielsachen magst du am liebsten?" "Was darf ein anderes Kind bekommen?" Das stärkt Entscheidungsfähigkeit und Grosszügigkeit.
Belohne dich
Nach jeder Ausmist-Session: gönn dir etwas Schönes. Einen Kaffee, einen Spaziergang, eine Viertelstunde auf der Couch. Ausmisten ist Arbeit. Sie darf gefeiert werden.
Ausmisten als Weg zu dir selbst
In meiner Arbeit als Kremplerin verbinde ich das Praktische mit dem Emotionalen. Denn hinter dem Festhalten an Dingen stecken oft tiefere Themen: Angst vor Veränderung, Schuldgefühle, Identitätsfragen.
Wenn du merkst, dass Ausmisten mehr in dir auslöst als erwartet, dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen dafür, dass du bereit bist, auch innerlich aufzuräümen.
Hör rein
Die komplette Folge findest du auf Spotify.
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